Monatskalender März

Matrosenhunde, Monatskalender, 2026, März, Illustration,

Der März ist da und es ist sehr viel gleichzeitig.

2 Tage kleiner Sommer, Grillschwaden und Rollschuhfahren, Sonnenbrille tragen und Pastell, auf einer Picknickdecke sitzen und Handstand üben, aufgeregten Hunden den Weg freimachen und sich morgens um Fünf über die streitenden Krähen vor dem Fenster ärgern, immer noch Halsschmerzen haben und Kopfschmerzen oder Husten oder Angst, immer noch Sorgen und keine Pausen und blaue Briefe vom Finanzamt aufmachen und etwas doch nicht kaufen. Es ist: den Sonnenuntergang bestaunen, während jemand Saxophon spielt, aber dabei sehr frieren, Bewerbungen schreiben und noch schnell was fertig machen, Sonnencreme kaufen und Getränke mit Strohhalm trinken, wieder eisfrei Fahrrad fahren und aus der Puste sein und dann noch was und noch was und neue Kinderschuhe suchen.

Ein verwirrender Mix aus Frühlingsgefühlen und Erschöpfung, hektischen Urlaubsplanungen und fatalistischen Zukunftsüberlegungen, aus dem S-Bahn-Fenster ins Licht gucken und weghören, wenn Betrunkene taumelnd in Streit geraten. Euphorisch am Frühling schnuppern und zornig die Zeitung weglegen, Händchenhalten und Ja-dann-halt-nicht-sagen.

Zurückkippen in alte Muster, die einem so mitgegeben wurden, in passiv-aggressive Passionsspiele, dramatische Brisanz, in Kurzschlussentscheidungen und spektakuläre Katastrophen, Vermeidungsverhalten mit Serienmarathon, beschwingter Zuversicht und ausführlich erprobter Düsternis. Zack, das wird super. Zack, ich bin am Ende. Es hat doch keinen Sinn, ich habe Großes vor, ganz wunderbar, ich bin so frei, natürlich kann man hier nicht leben, hin da, weg hier, je nach Temperatur und Tageszeit, nach Hormonbalance und Eisenspiegel mal so, mal so.

Wenn wir das also schon so machen, innerlich umherspringen und manchmal ein bisschen zu früh abbiegen, links und rechts Argumente liegenlassen, dann zur Abwechslung doch vielleicht mal in Richtung kindliche Vorfreude: es kann gut werden, the light is back, denn was wäre denn die Alternative?

»Jump to conclusions – das ist meine Stärke.«

Ahoi, Eure Matrosenhunde

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P.S.: Hier können die vergangenen Monatskalender betrachtet werden.

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